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Rekonstruktion mit Expander

Implantate benötigen eine ausreichende und lockere Hautbedeckung bei der rekonstruktiven Brustchirurgie. Diese kann entweder mittels Einschwenken des Latissimus Dorsi Muskels oder einer Hautdehnung erreicht werden.

Wie kann ich mir diese Hautdehnung mittels eines Kissens unter der Haut vorstellen?

Dieser Dehnungsvorgang ist vergleichbar mit einer Schwangerschaft.

Wie läuft diese Hautexpansion ab?

Unter dem Brustmuskel wird ein Expander eingebracht, welcher mit einem Ventilring versehen ist. Über diesen wird wöchentlich Kochsalzlösung in den Expander eingebracht, bis er grösser als die gesunde Brust ist. Dies muss sein, weil die Haut später wieder etwas schrumpft. Diese Füllungen erfolgen in einem Zeitraum von ca. 2 Monaten. Nach abgeschlossenem Auffüllvorgang findet eine Ruhephase von ebenfalls ca. 2 Monaten statt, damit sich das gereizte Gewebe beruhigen kann und sich die Hautdehnung stabilisiert hat. Nun ist eine günstige Situation geschaffen, welche das endgültige Einsetzen des Implantats erlaubt.

Ist dieser Vorgang mit Schmerzen verbunden?

Die Ausdehnung kann mit Spannungs- und postoperativen Schmerzen verbunden sein. Zudem ist der Vorgang auch mit erheblichen Strapazen verbunden, da sich die Behandlung über mehrere Monate erstreckt und einige operative Eingriffe involviert.

Welches sind die Risiken der Expansionstechnik?

Es besteht immer die Gefahr einer Infektion des Implantates. Wenn es während der Expansion zu einer Infektion kommt und diese mit Antibiotika nicht behandelbar ist, dann muss der Expander entfernt werden. Dies bedeutet, dass die gesamte Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt von neuem begonnen werden muss.