Brustaufbau Wieso?
Die Wiederherstellung der Brust gehört heutzutage zum Therapiekonzept des Brustkrebses. Welche Bedeutung die Brust für jede einzelne Frau hat, ist individuell verschieden. Folglich hat die Entfernung der Brust für jede Frau eine andere Bedeutung und die Motivationsgründe für eine Rekonstruktion unterscheiden sich somit ebenfalls.
Der tägliche Blick in den Spiegel oder auch die Probleme mit einer äußeren Brustprothese beim Tragen von Blusen oder eines Bikinis, lassen viele Frauen verzweifeln. Frauen, die sich zu einer Wiederherstellung entschliessen, geben meist psychische Gründe wie verlorenes Selbstwertgefühl zusammen mit körperlicher Unzufriedenheit als hauptsächliche Motivation zu diesem Schritt an.
Häufig führt diese Unsicherheit zu partnerschaftlichen Problemen und zum Meiden von sportlichen und sozialen Aktivitäten. Die Wiederherstellung der Brust kann so betroffenen Frauen bei der Bewältigung auch dieses Aspektes der Krankheit helfen.
Nachuntersuchungen haben ergeben, dass Patientinnen mit einer rekonstruierten Brust psychisch gefestigter und insgesamt zufriedener sind als Frauen mit einer äusseren Prothese. Um das eigene Selbstwertgefühl als "vollwertige" Frau wieder zu erlangen und sich im Alltag wieder sicherer zu fühlen, ist es für viele Krebspatientinnen wichtig, sich die amputierte Brust wieder aufbauen zu lassen - zumal von Jahr zu Jahr jüngere Frauen betroffen sind.
Welchen Einfluss hat die Rekonstruktion auf den Verlauf des Brustkrebses?
Jahrzehntelang wurden Brustamputationen durchgeführt, ohne dass die technischen Möglichkeiten eines Wiederaufbaues bestanden, bzw. ein negativer Einfluss auf den Verlauf der Tumorerkankung befürchtet wurde. Diese Bedenken konnten durch langfristige und umfassende Studien zerstreut werden. Auch heute verzichten jedoch immer noch viele Frauen – in den meisten Fällen leider aufgrund mangelnder Information - auf eine Rekonstruktion.


