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Hautsparende Mastektomie

Mastektomie, Brustamputation oder Ablatio sind alles Begriffe, welche die komplette Entfernung der Brust bezeichnen. Die Radikalität der Brustentfernung hat sich im Laufe der letzten hundert Jahre dramatisch verändert. In einer Fülle von wissenschaftlichen Arbeiten konnte gezeigt werden, dass die alleinige Entfernung des Drüsengewebes ausreichend ist, um Tumorfreiheit zu erlangen. Dass heisst, die Mastektomie kann heutzutage alleine durch die Entfernung der Brustwarze und des Drüsengewebes, aber unter Belastung des Hautmantels durchgeführt werden.

 

Welchen Vorteil hat der Erhalt des Hautmantels?

Der Vorteil dieser hautsparenden „skin sparing“ Mastektomie, ist in der Erhalt aller wichtigen Strukturen, welche Ihre Brust definieren: Die untere Brustfalte, das Décolleté, die ausladende äussere Form, sowie auch Hautfarbe die und schliesslich die Sensibilität.

 

Besteht nicht die Gefahr, dass Krebszellen in der Haut verbleiben würden?

Die Belassung des Hautmantels birgt keine erhöhte Gefahr des Wiederaufflackerns der Krebskrankheit. Dies konnte in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten gezeigt werden. Sollte das Geschwür sehr nahe an der Haut liegen, dann wird dieses Gebiet mit entfernt und die Haut an dieser Stelle rekonstruiert.

 

Welches sind die Risiken der hautsparenden Mastektomie?

Da der Hautmantel nach der Entfernung der Brustdrüse sehr dünn ist, ist auch deren Blutversorgung vermindert. Dies kann in ca. 10% der Fälle zum Absterben von gewissen Hautbezirken führen. Im Falle von Eigengewebsrekonstruktionen stellt dies eine behandelbare Komplikation dar. Bei einer alleinigen Rekonstruktion mit Implantaten, stellt dies eine gravierende Komplikation dar, da das Implantat exponiert wird. Das Implantat müsste entfernt und die Rekonstruktion zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden.